A.B.O.-Konzerte 2020

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Freitag, 6.3.2020

20.00 Uhr, Gilching

Gymnasium, Talhofstr. 7

 

Samstag, 7.3.2020

19.00 Uhr, Bad Wiessee
Hotel zur Post, Lindenplatz 7

 

Sonntag, 8.3.2020

19.00 Uhr, München

Gasteig, Carl-Orff-Saal

 

Karten Vorverkaufsbeginn: 1. Dez. 2019

Kartenvorverkauf / Eintrittspreise:

Abendkasse jeweils 1 Std. vor Konzertbeginn.

In Gilching und Bad Wiessee freie Platzwahl.

 

Konzert in Gilching:

Eintritt: € 10,– (Schüler/Stud./Schwerbeh.:

€ 8,–; Kinder bis 14 J. frei)

 

Karten-Vorverkauf: info@abo-muc.de
oder Tel. 0 89 / 69 35 98 00 oder
01 51 / 20 96 52 67 (Petra Jerčič)

 

Konzert in Bad Wiessee:

Eintritt: € 10,– (Schüler/Stud./Schwerbeh.:
€ 8,–; Kinder bis 14 J. frei)

 

Karten-Vorverkauf:
Hotel zur Post,
83707 Bad Wiessee, Lindenplatz 7,

Tel. 0 80 22 / 86 06-0,
info@hotel-zur-post-bad-wiessee.de, www.hoga-zur-post.de

 

Konzert in München,
Gasteig, Carl-Orff-Saal:

Eintritt: € 12,–  |  € 18,–  |  € 22,–
(= Veranstalter-Kartenpreise inkl. aller Geb.

Saalplan mit Aufteilung der Preiskategorien, siehe Plan (Link oben)

 

Karten-Vorverkauf München –

die 3 Möglichkeiten:

• Kartenerwerb im Vorverkauf bei:
info@abo-muc.de   oder
Tel. 0 89 / 69 35 98 00 oder
01 51 / 20 96 52 67 (Petra Jerčič)

 

• München Ticket, www.muenchenticket.de.
Bei MünchenTicket nur Plätze in den R. 1–3 v. Parkett + Seite erhältlich    für € 12,70+12% Vorverkaufs-Geb.

 

• Kartenerwerb im Vorverkauf direkt über unsere Musiker*innen

Les Ballets Russes –

La création de Serge Diaghilev

 

Ottorino Respighi / Bearb. Martin Koekelkoren:
Suite aus dem Ballett
"La Boutique Fantasque"
(nach Klavierstücken von G. Rossini)

 

P.I. Tschaikowsky / Bearb. Stephan Ametsbichler:
Suite aus dem Ballett „Der Nussknacker“

 

Pause

 

Alexander Borodin / Bearb. José Schyns:
Suite aus dem Ballett
"Polowetzer Tänze"

 

Igor Strawinsky / bearb. R. Earles/Frederick Fennell: Suite aus dem Ballett "Der Feuervogel"

 

Zum Programm:

 

Les Ballets Russes – La création de Serge Diaghilev

 

Die Ballets Russes gelten als eines der bedeutendsten Ballett-Ensembles des 20. Jahrhunderts. Der russische Impresario Serge Diaghilev gründete 1909 mit Tänzern aus St. Petersburg und Moskau eine feste Thea­terkompanie. Sie wirkte unter seiner Leitung zunächst in Paris später in Monte Carlo und erlangte auf ihren Tourneen schnell Weltruhm. Diaghilevs Ziel war es, russische Kunst in Europa bekannt zu machen. Er folgte dabei dem Prinzip L’art pour l’art, also Kunst um ihrer selbst willen, ohne gesuchten Bezug zur politischen Realität ihrer Zeit.

Vaslav Nijinskys Choreografien zu Le Sacre du Printemps oder zu L‘Après-midi d‘un faune lösten mit ihren einerseits geometrisch-abstrakten und andererseits erotischen Tanzfiguren beim an klassisches Ballett gewöhnten Publikum Skandale aus. Die Ballets Russes waren zu ihrer Zeit ein einflussreiches kulturelles Phänomen, das sogar die Mode beeinflusste. Der Starkult um den großen Tänzer Nijinsky, die oft exotisch-erotischen Balletthandlungen und die sinnlich-fantastischen Kostüme beschäftigten die Öffentlichkeit sehr. Jeder Theaterabend war ein ausverkauftes Ereignis. Die Damen kleideten sich „à l’orientale“, mit Turban, Federn und dunkel geschminktem Teint, man ging aus, um den „Gott des Tanzes“, Vaslav Nijinsky, zu bewundern.

Die Choreografen der Kompanie, wie Michel Fokine, Léonide Massine und George Balanchine, legten den Grundstein für das moderne Ballett, während Tänzer wie Vaslav Nijinsky und Anna Pawlowa zu internationalen Stars der Ballettszene avancierten. Nach Diaghilevs Tod im Jahr 1929 wurde die Kompanie aufgelöst. Es bildeten sich als Nachfolgekompanie die Ballets Russes de Monte Carlo.

In der künstlerischen Arbeit übten die Ballets Russes direkten Einfluss auf das American Ballet Theatre und die Kompanie des New York City Ballet aus, wo Balanchine seine Arbeit fortführte.

 

Zu den von uns ausgewählten Stücken:

 

Das Ballett „La Boutique Fantasque“ (Der Zauberladen)

Uraufführung/Les Ballets Russes: 1919, London. Choreograf: Léonide Massine. Ausstattung: André Derain

 

Für Ottorino Respighi war der das Studium der Alten Meister inspirierender Quell für sein eigenes Schaffen. Als Serge Diaghilev bei ihm ein Puppenballett bestellt, fällt Respighis Wahl hier auf die späten Klavierstücke G. Rossinis. Er beschränkte sich aber nicht darauf, sie nur zu orchestrieren, sondern gruppierte, modulierte, organisierte und kürzte sie zu einem folgerichtigen Bilderbogen.

 

Die Handlung: Der Spielzeugladen in Nizza ist eine Touristenattraktion. Hier gibt es mechanische Puppen, die sich nicht nur von selbst bewegen, sondern auch sprechen und tanzen können; Kosaken, Mohren, Melonenverkäufer und die Figuren des Kartenspiels wie König, Dame und Bube. Was niemand weiß: Die Puppen haben alle eine Seele, die der Abschiedsschmerz jedes Mal hart trifft, wenn eine von ihnen verkauft wird. Nachts steigen die Puppen aus den Vitrinen und Schachteln, um ausgelassen Abschied zu feiern. Besonders traurig sind sie aber als das Paar, das Can Can tanzen kann, Käufer aus Übersee gefunden hat. Als am nächsten Morgen die Kunden kommen, um die Schachteln mit den bereits bezahlten Puppen abzuholen, sind diese leer. Die Käufer fühlen sich betrogen und randalieren. Die Puppen, die sich versteckt hatten, kommen plötzlich hervor, und schlagen sie gemeinsam mit dem Ladeninhaber in die Flucht.

 

Das Ballett „Der Nussknacker“

von Peter I. Tschaikowsky

Aufführung/Les Ballets Russes: (1940 und 1954, New York; Choreograf: George Balanchine

 

Die Handlung (nach Nußknacker und Mäusekönig von E.T.A. Hoffmann): Clara bekommt am Weihnachtsabend von ihrem Patenonkel Droßelmeier einen Nussknacker geschenkt. In der Nacht träumt sie von einer Schlacht der vom Nussknacker angeführten Spielzeug­soldaten gegen das Heer des Mäusekönigs. Mit ihrer Hilfe siegt der Nussknacker, der sich danach in einen Prinzen verwandelt und mit ihr in das Reich der Süßigkeiten reist. Dabei geht es über den Tannenwald zum Schloss Zuckerburg, wo die dort residierende Zuckerfee zu Ehren ihrer Gäste ein Fest veranstaltet. Zuletzt erwacht Clara aus ihrem Traum.

 

Das Ballett „Polowetzer Tänze“

Uraufführung/Les Ballets Russes: 1909, Paris, Choreograf: Michel Fokine; Ausstattung: Nicholas Roerich

 

Serge Diaghilev erhielt die Einladung, mit seinen Ballets Russes ein Gastspiel in Paris zu geben. Im „Reisegepäck“ der Truppe befanden sich die Polowetzer Tänze als eine Art „russische Visitenkarte“. Vom Inhalt her ist es ein ganz eigenständiges Ballett in einem Akt, losgelöst von der Ballettszene im zweiten Akt der Oper Fürst Igor (1887) von Alexander Borodin, in der die durch Orientalismen geprägten Tänze original mit Chören ausgeführt werden.

 

Die Handlung: Junge Mädchen und Soldaten umtanzen in der Morgendämmerung das verglühende Lagerfeuer im Zeltlager des Khans der Polowetzer. Der Khan erscheint, in der Hand das Schwert, das er mit vor Stolz geschwellter Brust schwingt. Damit symbolisiert er den Sieg, den er mit seinen Kriegern im Kampf gegen die russischen Eindringlinge errungen hat. Die Tänze werden immer schneller. Am Ende vereinigt sich die Gruppe der Mädchen mit der Gruppe der Krieger zu einem gemeinsamen Freudentanz.

 

Das Ballett „Der Feuervogel“

Uraufführung/Les Ballets Russes: 1910, Paris; Choreograf und Librettist: Michel Fokine

Ausstattung: Alexander Golowin, Léon Bakst.

Auch diese Ballettkomposition entstand als Auftragsarbeit von Diaghilev an den damals weitgehend unbekannten Igor Strawinsky. Die Verbindung von russischer Märchentradition mit effektvollen Bühnenerscheinungen, wie dem glänzenden Feuervogel, dem Wunderbaum, dem Riesenei und doppelköpfigen Ungeheuern zeigte beim Pariser Publikum große Wirkung. In der Kritik wurde das Ballett als „glitzernde, sinnbetörende Erscheinung“ beschrieben, unterstrichen durch eine „üppig-farbenreiche Ausstattung“ und die „in allen Klangfarben schillernde Musik“. Die Musik zum Feuervogel gilt als richtungweisendes Werk zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

 

Die Handlung: Der junge Prinz Iwan fängt den in den Garten des Zauberers Kastschei flüchtenden Feuervogel ein. Das Fabeltier gewinnt jedoch seine Freiheit zurück, indem es dem Prinz eine Feder mit magischen Kräften schenkt. Iwan erblickt in dem Zaubergarten zudem dreizehn  gefangen gehaltene Jungfrauen und verliebt sich unsterblich in eine davon – Prinzessin Zarewna. Drohende Signale künden jedoch das Erscheinen des bösen Zauberers und seiner Dämonen an. In höchster Not ruft Iwan anhand der magischen Feder den Feuervogel herbei. Dieser führt ihn zum versteckten Riesenei, in dem Kastschei seine Seele aufbewahrt. Der Prinz zerschlägt das Ei, die Macht des Zauberers schwindet und Kastschei stirbt. Die Jungfrauen sind befreit, Zarewna und Iwan sind vereint.